Michael ist sich am Anfang der Bedeutung seiner Rolle als Vorleser nicht bewusst. Er ist zu Beginn sehr verwundert über das Verlangen von Hanna nach dem Vorlesen, so dass er sich anfangs sogar dagegen versteckt wehrt. Für Hanna hingegen ist sein stetiges Vorlesen die einzige Möglichkeit, den Inhalt von Büchern zu erfahren. Sie ist fasziniert vom Inhalt der Bücher und kann gar nicht genug kriegen, sie verlangt von Michael immer öfter, dass er ihr vorliest. Als Leser des Romans merkt man, wie stark sich Hanna mit den Figuren in den Büchern identifiziert. Da jedoch die Rolle als Vorleser im zweiten Teil eher in denn Hintergrund gerückt ist, erfährt Micheal erst gegen Anfang des dritten Teils die „wahre“ Bedeutung seiner Rolle als Vorleser, und die seiner „Vorgänger“, nämlich die Menschen im KZ, die ihr ebenfalls vorgelesen haben.
(Sascha)