Michael äußert sich an mehreren Stellen zur Erziehung nach Auschwitz. Auf der Fahrt zum Konzentrationslager (S.144-147) äußert sich zwar nicht Michael, sondern der Mercedesfahrer zur Erziehung nach Auschwitz. Er sagt, dass man die Menschen, die andere Menschen in Konzentrationslagern vergast haben, mit einem Henker, der jemanden umbringt vergleichen kann. Denn auch der „haßt den, den er hinrichtet, nicht und richtet ihn doch hin." (S.146) Aber es sei auch kein Befehl und Gehorsam, denn die, die er hinrichtet sind dem Henker vollkommen gleichgültig. (vergleiche S. 146) Genauso sei es bei den Aufsehern in Auschwitz. Sie hassen die, die sie umbringen nicht und bringen sie trotzdem um. Auch sie seien ihnen „so gleichgültig" (S. 146), daß sie sie „ebenso gut töten wie nicht töten" (S. 146) könnten.
Weiter vorne im Buch beschreibt Michael, dass die Studenten des KZ-Seminars ihre Väter verurteilten, entweder selbst Täter zu sein oder diese unter sich geduldet zu haben. (vergleiche S.87-88)
(Pia)