Kapitel 9: „Aber mich mit Hanna zu zeigen, die, obschon zehn Jahre jünger als meine Mutter, meine Mutter hätte sein können, machte mir nichts aus.“ (S.41)
Im 9. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und Hanna, einer 36-jährigen Frau, die beide verliebt und glücklich zusammen sind. Michael strengt sich an, um die Klasse zu schaffen, da er sehr viel auf Grund seiner Krankheit verpasst hatte. Er stellt sich viele Fragen zum Thema Ehe und Glück, und, ob diese bis in die Ewigkeit halten können. Zudem sieht er sich selber vor sich, als er an die glückliche Zeit zurückdenkt, als zerzauster Junge mit zu langen Armen und Beinen. Auch erzählt er, dass er in der Schule weder gut noch schlecht war, sich selber aber auch nicht mochte. Er erzählt weiter von Hanna, die aus der Situation heraus lebte und wenig von ihrer eigenen Vergangenheit erzählt. Genauso war es mit der Zukunft. Sie mochte kaum nach vorne zu denken. Michael erzählt zudem, dass er nicht gerne zusammen mit seiner Mutter gesehen wurde, aber dass es ihm mit Hanna egal war, er sogar stolz drauf war. Er schreibt außerdem, dass er sich damals wie ein Erwachsener mit Hanna gefühlt hat, heute aber einen 15-jährigen als Kind sehen würde. Er las Hanna sehr viel vor, danach liebten sie sich und duschten zusammen. Das war der Ablauf ihrer Treffen, so erzählt Michael. Hanna liebt es, wenn Michael vorliest. Sie war eine aufmerksame Zuhörerin, reagierte genau richtig an den entsprechenden Stellen. Beide genossen ihre gemeinsame Zeit.
Kapitel 10: Ich habe Fehler zugegeben, die ich nicht begangen hatte, Absichten eingestanden, die ich nie gehegt hatte.“ (S.50)
Im 10. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und Hanna, einer 36-jährigen Frau, die glücklich verliebt sind, aber in eine Krise geraten. Am ersten Tag der Osterferien steht Michael extra früh auf und steigt in den Zug ein, in dem Hanna mitfährt. Er weiß, welche Schichten sie hat und wo sie mit der Bahn fährt. Er entscheidet sich in den zweiten Wagon einzusteigen, und wartet bis Hanna rüberkommt, welche sich im ersten Wagon mit dem Fahrer unterhält. Diese kommt aber nicht. Nach mehren Stationen vergebenen Wartens steigt er schließlich traurig aus. Er geht den Weg nach Hause zurück und weiß nicht was er von Hannas Verhalten halten soll. Zum üblichen Zeitpunkt erscheint er dann wieder vor ihrer Wohnung und will sie fragen, warum sie nicht rübergekommen ist. Sie weißt ihn ab und behauptet, er habe sie gekränkt weil er sie nicht hatte kennen wollen. Traurig geht Michael nach Hause und steht aber eine halbe Stunde später wieder vor ihrer Tür, da er es nicht aushalten kann. Er fragt sie ob sie ihm verzeihen kann und sie sagt ja. Beide lieben sich wieder und sie neckt ihn, indem sie sagt: „Sogar in der Straßenbahn willst du`s mit mir machen? […]“ (Seiten 49-50, Zeilen 30, 1-2). Jedes Mal wenn die beiden streiten, lässt sich Michael zu einer Entschuldigung erniedrigen und gibt so Dinge zu, die er niemals getan hat.
Kapitel 11: „Sie hat meine geplatzte Lippe, bis sie heilte, immer wieder be trachtet und zart berührt.“ (S. 57)
Im 11. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und Hanna, einer 36-jährigen Frau, die verliebt und glücklich sind und in der Woche nach Ostern eine Fahrradtour machen. Nach dem Streit entscheiden sie sich in der Woche nach Ostern eine Fahrradtour zu machen. Michael erzählt, dass er nicht mehr weiß, was er seinen Eltern gesagt hat, bevor er mit Hanna weggefahren ist. Da er Hanna zahlen wollte und nicht genug Taschengeld hatte, obwohl er es während er krank war gespart hatte, entschloss sich Michael seine Briefmarkensammlung zu verkaufen. Er bekommt siebzig Mark dafür. Obwohl er sich betrogen fühlt, sagt er nichts. Zudem bemerkt er, dass nicht nur er ganz aufgeregt ist, sondern auch Hanna. Michael erzählt von der schönen Fahrt Wälder an der Rheinebene entlang. Er erzählt, dass sie sich zusammen die Landschaft angeschaut haben und sich viel unterhalten haben. Außerdem schreibt er von der ersten Nacht, in der sich beide aneinander kuscheln und dass er sich so jede Nacht mit ihr vorstellt. Die nächsten Nächte schlafen sie aber vor Erschöpfung durch. Hanna ließ ihn bestimmen wo es langging mit der Begründung, es sei auch mal schön, nicht die Verantwortung zu haben. Eines Morgens entschließt sich Michael, Hanna mit Frühstück und Blume zu überraschen. Er legt ihr einen Zettel hin, dass er gleich wieder zurück kommt. Doch als er zurückkommt, erwartet ihn eine Hanna mit ziemlich schlechter Laune. Sie schlägt ihn mit ihrem Gürtel die Lippen blutig und bricht heulend zusammen. Michael sucht nach dem Zettel als er sie beruhigt hat. Doch er findet keinen. Sie sagt, sie würde ihm gerne glauben, sehe aber keinen Zettel. Er las ihr wieder etwas vor und fand es toll, mal eine andere Seite von Hanna kennen gelernt zu haben. Nicht nur die starke, sondern die sanfte.
Kapitel 12: „Ihr Blick tastete alles ab, die Biedermeiermöbel, den Flügel, die alte Standuhr, die Bilder, die Regale mit den Büchern, Geschirr und Besteck auf dem Tisch.“ (S.60)
Im 12. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, der bereit ist alles zu tun, damit er eine Woche alleine mit zu Hause bleiben kann und die Zeit mit Hanna, seiner geliebten Frau, die 36 Jahre alt ist, zu verbringen. In der letzten Ferienwoche fahren Michaels Eltern und seine beiden älteren Geschwister weg. Seine jüngere Schwester soll zu Freunden, die findet es aber unfair, dass Michael alleine zu Hause bleiben darf. Deshalb fragt er sie, was sie denn dafür haben will, dass er alleine zu Hause bleiben darf. Sie nennt ihm ein paar Sachen, die sie haben will. Da er kein Geld hat, beschließt er, die Sachen zu klauen. Bei fast allen Sachen geht dies gut. Nur beim letzen nicht. Er wird vom Kaufhofdetektiv gesehen und entkommt nur knapp. Am ersten Abend alleine dann, lädt er Hanna zu sich ein. Hanna betrachtet das Haus, in dem Michael mit seinen Eltern wohnt. Sie durchstreift alle möglichen Räume und ist besonders an den Büchern seines Vaters interessiert. Sie fragt ihn, ob sein Vater sie selbst geschrieben hat oder sie lediglich durchgelesen hat. Er ließt ihr wieder etwas vor. Hanna fragt ihn auch, ob er später mal Bücher schreiben möchte. Er sagt, dass er noch nicht weiß. Danach essen beide zusammen und gehen zu Hanna rüber. Michael schenkt ihr dann ein seidenes Nachthemd, welches er geklaut hatte. Sie tanzt damit vorm Spiegel herum. Er schreibt, dass dies eins der Bilder ist, dass er von ihr in Erinnerung hat.
Kapitel 13: „Nausikaa, den Unsterblichen an Wuchs und Aussehen gleichend, jungfräulich und weißarmig – sollte ich mir dabei Hanna oder So phie vorstellen?“ (S.66)
Im 13. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen. Das neue Schuljahr hat begonnen, für ihn der Wechsel von der Unter- in die Obersekunda. Michael beschreibt ein bisschen seine Schule. Er erzählt, dass diese Schule früher nur Jungen aufgenommen hat, inzwischen aber auch Mädchen. Außerdem berichtet er über seine Klasse. Er erwähnt dabei, dass neben ihm ein Mädchen namens Sophie sitzt und beschreibt sie indirekt als schönes Mädchen. Er schreibt, dass er sich wohl fühlt. Aber er erwähnt auch, dass er sich entweder total sicher fühlt oder extrem unsicher. Wenn er sich sicher fühlte, meisterte er schwierige Situationen, fühlte er sich aber unsicher, wurde er von seiner Nichtswürdigkeit überzeugt, so schreibt Michael. Zudem beschreibt er den Blick aus dem Fenster, den alle genießen, wenn sie nicht gerade ihre Tischnachbarn anschauen. Er erzählt, dass er die Odyssee schon immer geliebt hat und dies auch immer noch tut. Am Ende fragt sich Michael, bei einer Figur aus einer Geschichte Hanna oder Sophie vorstellen sollte. Er konnte sich nicht entscheiden, welche von beiden.
Kapitel 14: „Ich denke bei Pferd nicht an Pferdegebiß oder Pferdeschädel oder was immer dir nicht gefällt, sondern an etwas Gutes, Warmes, Wei ches, Starkes.“ (S. 69)
Im 14. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und Hanna, einer 36-jährigen Frau. Die beiden sind schon seit einiger Zeit glücklich zusammen. Michael vergleicht ihre Liebe mit einem gleitenden Flugzeug. Ihr Ritual des Vorlesens, des Liebens und des Duschens haben sie immer noch beibehalten. Eines Abends, als Michael ihr ein Buch vorliest, welches beide noch nicht können, fragt Hanna ihn, welche Kosenamen er den für sie habe. Er überlegt kurz und sagt dann, dass er an ein Pferd denke, wenn er sie in den Armen halte. Hanna ist weder erfreut noch abweisend, was Michael misstrauisch macht. Normalerweise ist sie immer für oder gegen etwas. Er nennt ihr noch andere Kosenamen. Diesmal wollte er nicht um Vergebung bitten, sondern sie mit dem Pferd versöhnen. Nach einer Weile des Schweigens sagt sie, dass sie es mag, von ihm Pferd genannt zu werden. Sie bittet ihn auch, ihr die anderen Namen nochmal genau zu erklären. Zusammen gehen die beiden ein Theaterstück anschauen. Michael war es egal, als er Hanna seine Hand um die Taille legt, was die anderen von ihnen halten. Zudem trifft sich Michael, wie er berichtet, während er nicht bei Hanna ist, mit seinen Schulfreunden im Schwimmbad. Dort machten sie gemeinsam Hausaufgaben. Dass Michael manchmal zu spät kam störte die anderen nicht wirklich. Im Gegenteil, es machte ihn interessant. An seinem Geburtstag dann war er wieder bei Hanna. Sie hatte schlechte Laune und wusste auch nicht, dass er Geburtstag hatte. Michael wäre an dieser Stelle lieber im Schwimmbad gewesen. Er erniedrigte sich wieder und entschuldigte sich, obwohl er nichts getan hatte. Diesmal aber war er voll Groll.
Kapitel 15: „Ich weiß, das Verleugnen ist eine unscheinbare Variante des Ver rats.“ (S.72)
Im 15. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und seine Freunde, insbesondere Sophie, die in die selbe Klasse geht wie er. Michael hatte bis jetzt seinen Freunden noch nichts von Hanna, einer 36-jährigen Frau, erzählt, mit der er schon lange zusammen war. Eines Nachmittags, auf dem Rückweg vom Schwimmbad, gerieten Michael und Sophie in ein Gewitter. Zusammen stellten sie sich irgendwo unter und begannen zu reden. Sie fragte ihn, was ihn bedrücke, ob es die Krankheit war die er hatte. Doch er sagte, dass er wieder gesund sei. Er wusste nicht so recht, ob er ihr von Hanna erzählen sollte. Anschließend sagte er, dass er vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt darüber reden könne, aber dazu kam es nie.
Kapitel 16: „Ich habe keine Erinnerung daran, womit ich gerade beschäftigt war, als ich aufblickte und sie sah.“ (S.78)
Im 16. Kapitel des Buches „Der Vorleser“, geschrieben von Bernhard Schlink und erstveröffentlicht im Jahre 1995, geht es um Michael, einen 15-jährigen Jungen, und Hanna, einer 36-jährigen Frau. Michael erzählt, dass er Hanna nie zufällig irgendwo getroffen habe und dass sie viel über Filme reden, die sie beide im Kino gesehen hatten. Er schreibt, dass Hanna eine Zeit lang unter Druck gestanden hatte und er nicht wusste wieso. Eines Tages dann badeten sie wieder zusammen, nachdem Hanna wieder normal zu sein schien. Als Michael danach ins Schwimmbad ging, fühlte er sich benommen und nahm die Welt um sich kaum wahr. Mit der Zeit wurde alles wieder klar und es wurde ein ganz normaler Nachmittag. Doch als Michael am wenigsten damit rechnete, tauchte plötzlich eine Frau auf, die er kannte. Er hatte sie noch nie zuvor zufällig irgendwo gesehen und fragte sich, was sie im Schwimmbad machte. Als er aufstand um zu ihr zugehen, blickte er kurz weg. In diesem Moment verließ Hanna das Schwimmbad. Er schreibt, dass dies auch ein Bild ist, dass er von ihr in Erinnerung hat.
(Kapitel 9-16: Marlis)